Der Walliser Immobilienmarkt zeichnet sich durch seine geografische Vielfalt aus und bietet attraktive Chancen – von dynamischen Industrieebenen bis hin zu international renommierten Skigebieten. Im Gegensatz zu überlasteten urbanen Zentren bietet der Kanton Wallis noch grosszügige Flächen zu wettbewerbsfähigen Preisen:
- Für den Erwerb einer Immobilie im Wallis bleibt ein Eigenkapitalanteil von 20% die Regel, wovon mindestens 10% aus echten Eigenmitteln ausserhalb der beruflichen Vorsorge (Ersparnisse, Säule 3a oder Schenkungen) stammen müssen;
- Das Lex Weber begrenzt den Bau neuer Zweitwohnungen auf 20% pro Gemeinde: Diese Einschränkung stützt langfristig den Wert bestehender Immobilien in touristischen Gebieten;
- Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Wohnung im Wallis liegt bei rund 6’500 CHF, mit deutlichen Unterschieden zwischen Unterwallis, Mittelwallis und Oberwallis.
Immobilienpreise im Wallis: Trends und attraktive Regionen
Im Jahr 2026 ist eine anhaltend hohe Nachfrage nach Hauptwohnsitzen in den Ebenen zu beobachten, verstärkt durch die Entwicklung von Homeoffice. Die Preise variieren je nach Nähe zu wirtschaftlichen Zentren und Sonneneinstrahlung der Hanglagen.
Quadratmeterpreise im Mittelwallis
Das Mittelwallis mit Sion als Zentrum bündelt einen grossen Teil der Wohn- und Verwaltungstransaktionen:
- Sion (1950): Der Medianpreis pro m² liegt bei etwa 7’200 CHF. Die Hauptstadt bietet Investoren eine hohe Mietstabilität für Wohnungen;
- Sierre (3960): Auch "Sonnenstadt" genannt, mit günstigeren Preisen von rund 6’100 CHF/m². Strategisch für Familien zwischen Sion und Visp;
- Savièse: Begehrte Hanggemeinde mit Preisen bis zu 7’800 CHF/m² für Einfamilienhäuser mit optimaler Sonneneinstrahlung.
Quadratmeterpreise im Unterwallis
In Nähe des Genferseebogens zieht das Unterwallis viele Erwerbstätige an, die im Kanton Waadt arbeiten, aber im Wallis kaufen möchten:
- Monthey (1870): Durchschnittlich 5’900 CHF/m², profitiert von industrieller Dynamik und Nähe zu den Portes du Soleil;
- Martigny (1920): Wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit etwa 6’400 CHF/m², hohe Nachfrage nach Neubauten;
- Saint-Maurice: Historischer Ort mit interessanten Renovationsmöglichkeiten ab ca. 5’200 CHF/m².
Quadratmeterpreise in Bergstationen
Der Erwerb von Chalets oder Ferienwohnungen folgt spezifischen Marktlogiken, geprägt von Prestige und Höhenlage:
- Verbier (1936): Exklusivste Destination mit Preisen über 25’000 CHF/m² für Premiumobjekte direkt an der Piste;
- Crans-Montana (3963): Preise zwischen 12’000 und 18’000 CHF/m² je nach Lage und Aussicht;
- Zermatt (3920): Autofreier Ort mit Blick auf das Matterhorn, Preise oft über 19’000 CHF/m².
Vergleich der Quadratmeterpreise nach Bezirk im Jahr 2026
| Bezirk | Stadt / Leitort | Durchschnittspreis pro m² | Gesuchter Immobilientyp |
| Entremont | Verbier | + CHF 22’000 | Luxus-Chalets/Prestige |
| Visp | Zermatt | CHF 19’500 | Hochwertige Wohnungen |
| Hérens | Les Collons/Vex | CHF 8’500 | Familienchalets/Ruhe |
| Sion | Sion | CHF 7’200 | Hauptwohnsitze/Neubauten |
| Martigny | Martigny | CHF 6’400 | Wohnungen/Gute Erreichbarkeit |
| Sierre | Sierre |
|
Rendite/Erstkäufer |
| Monthey |
|
CHF 5’900 | Industrie/Nähe zum Kanton Waadt |
Welche Immobilie im Kanton Wallis kaufen?
Eigentumswohnung (PPE) in städtischen Gebieten
Investitionen in Stockwerkeigentum (PPE) in Sion oder Martigny gelten als sichere Anlage:
- Lage: Stadtzentren oder Nähe zu Schweizerische Bundesbahnen-Bahnhöfen;
- Vorteil: Hohe Nachfrage nach 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen;
- Rendite: Bruttorendite zwischen 3,5% und 4,5%.
Traditionelles Chalet in Bergregionen
Hier verbindet sich Lifestyle mit Inflationsschutz:
- Lage: Val d’Anniviers, Val d’Hérens oder 4 Vallées;
- Vorteil: Knappheit an Bauland durch Raumplanungsgesetz;
- Rendite: Hohe saisonale Vermietungspotenziale.
Renovierungsbedürftiges Dorfhaus
Das Wallis bietet viele charaktervolle Gebäude:
- Lage: Ebenen oder mittlere Höhenlagen wie Fully oder Chamoson;
- Vorteil: Grosszügige Volumen und architektonischer Charme;
- Rendite: Wertsteigerung durch energetische Sanierung.
Baugrundstück (ausserhalb von Reservezonen)
Trotz strengeren Vorschriften gibt es noch Möglichkeiten:
- Lage: Wachsende Randgemeinden;
- Vorteil: Volle Kontrolle über Baukosten und Energieeffizienz;
- Rendite: Wertsteigerung durch Verknappung von Bauland.
Wie finanziert man einen Immobilienkauf im Wallis?
Eine solide Finanzierung erfordert eine genaue Analyse der eigenen finanziellen Situation.
Analyse der Tragbarkeit
Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5%:
- Drittelregel: Gesamtkosten dürfen 33% des Bruttoeinkommens nicht überschreiten;
- Amortisation: Hypothek muss innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pension auf zwei Drittel reduziert werden.
Wahl des Hypothekarmodells
- Festzins: Planungssicherheit;
- SARON: Langfristig oft günstiger, aber schwankungsanfällig;
- Öko-Finanzierung: Vorzugszinsen für Minergie-zertifizierte Gebäude.
Notar- und Nebenkosten
- Handänderungssteuer: ca. 2,2%;
- Notarkosten: gesetzlich geregelt;
- Grundbuch: Gebühren für Eintrag.
FAQ: Eigentum im Wallis
Welchen Einfluss hat die Lex Weber?
Sie begrenzt Zweitwohnungen und erhöht den Wert bestehender Immobilien in Tourismusgebieten.
Kann man die zweite Säule nutzen?
Ja, im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF), mit Mindestanteil an echten Eigenmitteln.
Warum gilt das Wallis als steuerlich attraktiv?
Niedrigere Steuersätze und konservative Immobilienbewertungen reduzieren Steuerbelastung.
Welche Gemeinden sind für Erstkäufer geeignet?
Conthey, Ardon oder Saxon bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis unter 6’500 CHF/m².
Wo findet man Immobilienangebote im Wallis?
Auf Plattformen wie Dreamo mit zahlreichen Inseraten für Wohnungen und Häuser im Wallis.
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