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Die Höhe der Mieten hängt hauptsächlich vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ab, aber auch von der wirtschaftlichen Attraktivität einer Region und der Lage der Wohnung:

  • Genf, Zürich und bestimmte Gemeinden am Genfersee gehören aufgrund der hohen Arbeitsplatzkonzentration und des begrenzten Wohnungsangebots zu den angespanntesten und teuersten Mietmärkten der Schweiz.
  • Die Kantone Jura und Wallis sowie bestimmte Regionen der Kantone Neuenburg und Freiburg bieten insbesondere ausserhalb der städtischen Zentren moderatere Mieten.
  • Selbst zwischen zwei benachbarten Gemeinden können erhebliche Preisunterschiede bestehen, da die Nähe zu einem Bahnhof, einem Wirtschaftszentrum oder gefragten Infrastrukturen die Höhe der Mieten unmittelbar beeinflusst.


Warum unterscheiden sich die Mieten von Kanton zu Kanton so stark?

Der Schweizer Mietwohnungsmarkt ist keineswegs einheitlich. Die Höhe der Miete hängt in erster Linie von der Lage der Immobilie, der lokalen Wohnungsmarktsituation und dem wirtschaftlichen Profil des jeweiligen Kantons ab.

Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) lassen sich die Unterschiede beim Mietniveau zwischen den Kantonen insbesondere durch vier Faktoren erklären:

  1. Unterschiede beim Einkommensniveau;
  2. Bevölkerungsdichte;
  3. verfügbares Wohnungsangebot;
  4. wirtschaftliche Attraktivität.

Kantone mit grossen internationalen Wirtschafts- und Beschäftigungszentren weisen in der Regel eine höhere Nachfrage nach Mietwohnungen auf. Dies gilt insbesondere für Genf, Zürich und Zug sowie für bestimmte Gemeinden im Raum Lausanne.

Weniger dicht besiedelte Kantone verfügen hingegen häufig über einen weniger angespannten Wohnungsmarkt. Dadurch lassen sich dort oftmals grössere Wohnungen zu einem niedrigeren Preis finden.


Welche Kantone bieten 2026 die günstigsten Mieten?

Mehrere Kantone gehören traditionell zu den erschwinglicheren Mietwohnungsmärkten der Schweiz.


Kanton Jura: einer der günstigsten Mietwohnungsmärkte

Der Kanton Jura zählt regelmässig zu den Schweizer Kantonen mit den moderatesten Mieten.

Städte wie Delsberg (Delémont), Pruntrut (Porrentruy) und Saignelégier bieten in der Regel günstigere Wohnungen als die grossen Schweizer Städte.

Der Kanton ist zudem besonders für Haushalte attraktiv, die mehr Wohnraum zu einem überschaubaren Budget suchen und ein weniger dicht besiedeltes Umfeld bevorzugen.


Wallis: Chancen ausserhalb der Tourismusregionen

Im Kanton Wallis bestehen je nach Gemeinde erhebliche Preisunterschiede.

Tourismusdestinationen wie Verbier und Crans-Montana sowie bestimmte andere alpine Orte weisen hohe Mietpreise auf, insbesondere aufgrund der Nachfrage nach Zweitwohnungen.

Mehrere Gemeinden im Tal bleiben hingegen erschwinglicher. Dazu gehören insbesondere Sitten (Sion), Martinach (Martigny) und Monthey, die für Mieter interessante Alternativen darstellen können.


Neuenburg und Freiburg: Alternativen zu angespannten städtischen Mietmärkten

Im Kanton Neuenburg können die Mieten günstiger ausfallen als in Genf oder Lausanne. La Chaux-de-Fonds, Le Locle und bestimmte umliegende Gemeinden weisen häufig ein moderateres Preisniveau auf als der Kantonshauptort Neuenburg.

Im Kanton Freiburg können Gemeinden im Raum Freiburg, Bulle oder Romont einen guten Kompromiss zwischen erschwinglichen Mieten und der Nähe zu wichtigen Infrastrukturen bieten.


Durchschnittliche monatliche Nettomiete nach Anzahl der Zimmer

Objekttyp / Anzahl Zimmer Schweizer Durchschnitt (in CHF) Niedrigste Durchschnittsmiete – Jura (in CHF) Höchste Durchschnittsmiete – Zug / Zürich (in CHF)
1 Zimmer 872 542 1’054 (Zürich)
2 Zimmer 1’182 762 1’465 (Zug)
3 Zimmer 1’410 926 1’813 (Zug)
4 Zimmer 1’670 1’108 2’183 (Zug)
5 Zimmer 2’016 1’350 2’661 (Zug)

Wie findet man eine günstigere Wohnung, ohne sich zu weit von den grossen Städten zu entfernen?

1. Gemeinden statt nur Kantone vergleichen

Selbst zwischen zwei Gemeinden desselben Kantons können erhebliche Mietpreisunterschiede bestehen.

Im Kanton Waadt beispielsweise können sich die Mieten in Lausanne, Renens, Yverdon-les-Bains und in ländlicheren Gemeinden deutlich unterscheiden.

Im Kanton Genf sind Gemeinden in Zentrumsnähe besonders gefragt. Gemeinden im Genfer Agglomerationsgürtel wie Meyrin, Vernier oder Onex können teilweise mehr Möglichkeiten bieten als das Stadtzentrum, auch wenn die Mieten im Vergleich zu anderen Kantonen weiterhin hoch sind.


2. Gut erschlossene Gemeinden bevorzugen

Eine Gemeinde in der Nähe eines Bahnhofs kann es ermöglichen, die Wohnkosten zu senken und gleichzeitig eine schnelle Anbindung an wichtige Arbeitszentren zu behalten.

Städte wie Bulle, Yverdon-les-Bains, Delsberg (Delémont) oder Sitten (Sion) sind Beispiele für Orte, die einen guten Kompromiss zwischen Mobilität und Wohnkosten bieten können.


3. Die gesamten Wohnkosten berücksichtigen

Die Miete ist nicht der einzige Faktor, den Sie berücksichtigen sollten. Vor der Wahl einer Wohnung empfiehlt es sich, auch die Nebenkosten, Transportkosten, Energiekosten sowie die Entfernung zum Arbeitsplatz in die Berechnung einzubeziehen.

Eine günstigere, aber sehr weit entfernte Wohnung kann letztlich höhere Gesamtkosten verursachen.


FAQ

In welchen Kantonen sind die Mieten in der Schweiz am günstigsten?

Die Kantone Jura und Wallis sowie bestimmte Regionen der Kantone Neuenburg, Freiburg oder Bern gehören im Allgemeinen zu den günstigeren Mietwohnungsmärkten. Die Preise hängen jedoch stark von der jeweiligen Gemeinde und der Art der Wohnung ab.

Wo findet man günstigere Wohnungen in der Nähe von Lausanne?

Gemeinden rund um Lausanne können günstigere Mieten bieten als das Stadtzentrum. Yverdon-les-Bains, bestimmte Gemeinden im Gros-de-Vaud oder weiter vom Genfersee entfernte Gebiete können interessante Alternativen darstellen.

Ist das Mieten in der Stadt oder in der Agglomeration günstiger?

In den meisten Fällen sind die Mieten in den umliegenden Gemeinden niedriger als in den Stadtzentren. Allerdings sollten auch die Transportkosten und die tägliche Pendelzeit berücksichtigt werden.

Warum sind die Mieten in Genf so hoch?

Der angespannte Genfer Mietwohnungsmarkt ist insbesondere auf die hohe Nachfrage aufgrund der zahlreichen internationalen Arbeitsplätze, das begrenzte Wohnungsangebot und die relativ kleine Kantonsfläche zurückzuführen.


Quelle

bfs.admin.ch - Article