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Um eine Wohnung kühl zu halten, muss man zunächst verstehen, woher die Wärme kommt. Die Hauptquelle ist häufig die direkte Sonneneinstrahlung. Durch die Fensterscheiben erwärmen die Sonnenstrahlen die Oberflächen im Inneren und erzeugen einen Treibhauseffekt, der die Wärme einschliesst.

Auch die Aussenwärme dringt nach und nach durch Wände, Fenster und das Dach ein. Dachgeschosswohnungen sind besonders betroffen, da ihr Dach den ganzen Tag über die Sonnenstrahlen absorbiert.

Schliesslich können elektrische Geräte, Kochen, Beleuchtung oder auch eine hohe Luftfeuchtigkeit den Temperaturanstieg zusätzlich verstärken.

Gewohnheiten an heisse Tage anpassen

Bei grosser Hitze besteht das Ziel darin, zu verhindern, dass Wärme in die Wohnung gelangt. Schliessen Sie Rollläden, Fensterläden oder Vorhänge, bevor die Sonne direkt auf Ihre Fenster trifft.

Reduzieren Sie ausserdem Wärmequellen im Innenbereich: Schalten Sie ungenutzte Geräte aus und vermeiden Sie die Nutzung des Backofens oder der Kochplatten während der heissesten Stunden des Tages.

Richtig lüften

Wenn die Aussentemperatur höher ist als die Temperatur in der Wohnung, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Im Sommer ist es besser, früh am Morgen oder spät am Abend zu lüften, wenn die Aussenluft kühler ist.

Für maximale Effizienz sorgen Sie für Durchzug, indem Sie mehrere gegenüberliegende Fenster für etwa 30 Minuten öffnen. Denken Sie auch daran, die Türen der Räume und Schränke zu öffnen, um die angesammelte Wärme entweichen zu lassen.

Von der Verdunstungskühlung profitieren

Die Verdunstung von Wasser nimmt einen Teil der in der Luft vorhandenen Wärme auf. Sie können beispielsweise während der kühleren Stunden ein feuchtes Tuch vor ein geöffnetes Fenster hängen oder feuchte Wäsche im Raum trocknen lassen. Diese Methode sollte jedoch nur massvoll angewendet werden, um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Einen äusseren Sonnenschutz installieren

Ein aussenliegender Sonnenschutz bleibt die wirksamste Lösung gegen Hitze, da er die Sonnenstrahlen blockiert, bevor sie die Fensterscheiben erreichen.

Rollläden, Fensterläden und Aussenstoren bieten den besten Schutz, da sie die Sonneneinstrahlung stark reduzieren. Für Balkone und Terrassen können auch Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme die Sonneneinstrahlung verringern.

Einen inneren Sonnenschutz verwenden

Wenn eine Installation im Aussenbereich nicht möglich ist, insbesondere in Mietwohnungen, gibt es dennoch Lösungen, um die Hitze zu reduzieren.

Rollos, Thermovorhänge oder Plissees mit reflektierender Oberfläche verringern einen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung. Sonnenschutzfolien, die direkt auf die Fensterscheiben angebracht werden, können ebenfalls einen Teil der Infrarotstrahlen filtern, reduzieren jedoch manchmal das natürliche Licht.

Die Einrichtung im Sommer anpassen

Einige einfache Anpassungen können das Frischegefühl in Ihrer Wohnung verbessern:

  • Dicke Teppiche entfernen: Sie speichern Wärme und verhindern, dass der Boden effizient abkühlt. Im Winter sind sie angenehm, bei grosser Hitze jedoch weniger geeignet.
  • Helle Farben bevorzugen: Weisse Wände und helle Oberflächen reflektieren Sonnenstrahlen besser und nehmen weniger Wärme auf.
  • Pflanzen hinzufügen: Durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blätter tragen sie dazu bei, die Luft leicht abzukühlen und gleichzeitig den Wohnkomfort zu verbessern.

In Bodennähe schlafen

Da warme Luft natürlicherweise nach oben steigt, bleiben Bereiche in Bodennähe oft etwas kühler. In sehr warmen Nächten kann es daher angenehmer sein, näher am Boden zu schlafen.

Schliessen Sie ausserdem tagsüber die Türen von ungenutzten Räumen, um die Ausbreitung der Wärme zu begrenzen und jene Bereiche kühl zu halten, die Sie schützen möchten.

Türen ungenutzter Räume schliessen

Auch wenn Durchzug beim Lüften ideal ist, sollten die Türen ungenutzter Räume während der heissen Stunden geschlossen bleiben. Dadurch wird die Zirkulation warmer Luft begrenzt und die Kühle in wichtigen Bereichen wie dem Wohnzimmer oder Schlafzimmer besser bewahrt.

Weitere einfache Tipps

Eine lauwarme Dusche vor dem Schlafengehen nehmen: Im Gegensatz zu einer kalten Dusche verhindert sie, dass der Körper darauf reagiert, indem er zusätzliche Wärme produziert.

  • Das Kopfkissen kühlen: Den Kissenbezug einige Minuten in den Kühlschrank zu legen, kann beim Einschlafen ein angenehmes Frischegefühl erzeugen.
  • LED-Lampen verwenden: Sie produzieren deutlich weniger Wärme als alte Glühlampen, die einen grossen Teil ihrer Energie in Wärme umwandeln.
  • Ventilator oder Klimaanlage massvoll nutzen: Diese Geräte können den Komfort verbessern, indem sie für Luftbewegung sorgen oder die Temperatur senken. Sie sollten jedoch effizient eingesetzt werden, um den Energieverbrauch zu begrenzen.

Häufige Fehler vermeiden

  • Fenster den ganzen Tag geöffnet lassen: Wenn die Aussenluft wärmer ist als die Innenluft, gelangt dadurch Wärme in die Wohnung und die Raumtemperatur steigt nach und nach an.
  • Einen Ventilator in einem leeren Raum laufen lassen: Ein Ventilator kühlt die Luft nicht wirklich ab, sondern erzeugt lediglich durch die Luftbewegung auf der Haut ein Gefühl von Frische.
  • Zu viel Feuchtigkeit erzeugen: Feuchte Tücher und andere Verdunstungsmethoden sollten nur massvoll eingesetzt werden. Zu viel Feuchtigkeit kann die Hitze schwerer erträglich machen und die Entstehung von Schimmel begünstigen.

Quellen

landi.ch - Article 

hoval.ch - Article 

watson.ch - Article