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Mit der zunehmenden Spannung auf dem Schweizer Immobilienmarkt wird es immer schwieriger, eine Mietwohnung in Genf, Lausanne oder sogar in den Randgebieten des Genferseebogens zu finden:

  • Für jede veröffentlichte Anzeige erhalten Immobilienverwaltungen und Eigentümer häufig innerhalb von weniger als 24 Stunden Hunderte von Mietanfragen.
  • In diesem angespannten Markt reicht ein gutes Einkommen allein nicht mehr aus, um sich von anderen potenziellen Mietern abzuheben.
  • Deshalb benötigen Sie ein wasserdichtes Wohnungsdossier: Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Bewerbung optimal vorbereiten, um Ihre Chancen zu maximieren, die Schlüssel zu Ihrem zukünftigen Zuhause zu erhalten.


Welche Dokumente sind obligatorisch, um in der Schweiz eine Wohnung zu mieten?

Zunächst sollten Sie wissen, dass Vermieter unvollständige Bewerbungsdossiers in der Regel gar nicht prüfen. Um direkt nach der Besichtigung eine Bewerbung einreichen zu können, müssen Sie unbedingt einige wesentliche Unterlagen vorlegen:


Ein gültiger Ausweis

Sie müssen zwingend eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses beilegen. Für ausländische Einwohner ist außerdem eine Kopie Ihrer Aufenthaltsbewilligung (Bewilligung B, C, L oder G für Grenzgänger) erforderlich.


Betreibungsregisterauszug

Dieses Dokument bestätigt, dass keine unbezahlten Schulden oder laufenden Betreibungsverfahren gegen Sie bestehen. Achtung: Der Auszug darf nicht älter als drei Monate sein, um akzeptiert zu werden. Sie können ihn innerhalb weniger Minuten am Schalter Ihrer Gemeinde erhalten oder online bestellen.


Einkommensnachweise

Um Ihre finanzielle Zahlungsfähigkeit zu belegen, sollten Sie Ihre letzten drei Lohnabrechnungen beilegen. Wenn Sie gerade eine neue Stelle begonnen haben, kann auch Ihr Arbeitsvertrag mit Angabe des Bruttolohns als Nachweis dienen.


Das Bewerbungsformular der Verwaltung

Jede Immobilienverwaltung hat ihr eigenes Bewerbungsformular (das Sie meist online auf der Website der Verwaltung herunterladen können). Füllen Sie es sorgfältig und ohne Korrekturen aus, da es den Einstieg in Ihr Bewerbungsdossier darstellt.


Hinweis: Wenn Sie aus dem Ausland kommen, kann zusätzlich ein Auszug aus Ihrem Herkunftsland verlangt werden, solange Sie noch nicht lange genug in der Schweiz leben, um im lokalen Register aufgeführt zu sein.


Zahlungsfähigkeit und Bonität: Wie überzeugt man die Verwaltung oder den Vermieter?

In der Schweiz gehen Immobilienverwaltungen davon aus, dass die Bruttomiete (inklusive Nebenkosten) nicht mehr als 33 % Ihres monatlichen Bruttoeinkommens betragen sollte. Das bedeutet: Für eine Wohnung mit 2'000 CHF Miete muss Ihr Haushalt ein monatliches Bruttoeinkommen von mindestens 6'000 CHF nachweisen.


Wenn Ihr Einkommen als zu niedrig eingeschätzt wird (z. B. bei Studierenden, Lernenden oder schwankendem Einkommen), kann ein solventer Bürge eine gute Lösung sein.


Achtung: Damit ein Bürge akzeptiert wird, muss er in der Schweiz wohnhaft sein. Ein Bürge im Ausland (auch im benachbarten Frankreich) wird fast immer abgelehnt, da ein Betreibungsverfahren im Fall eines Zahlungsausfalls für den Vermieter zu kompliziert wäre.


Zusätzliche Dokumente, um Ihre Bewerbung für eine Wohnung in der Schweiz zu stärken

Jeden Tag erhalten Immobilienverwaltungen Hunderte standardisierte Bewerbungen. Um sich abzuheben, können Sie Ihr Dossier mit einigen zusätzlichen Dokumenten "humanisieren":

  • Motivationsschreiben: Entgegen verbreiteter Annahmen wird ein kurzes und elegantes Schreiben sehr geschätzt. Beschreiben Sie darin Ihre Situation, Ihre Diskretion, Ihre Verbundenheit mit dem Quartier und Ihre Absicht, die Wohnung langfristig gut zu pflegen.
  • Bestätigung des Arbeitgebers: Ein einfaches Schreiben Ihrer Personalabteilung, das bestätigt, dass Sie nicht mehr in der Probezeit sind und eine stabile Stelle haben, schafft zusätzliches Vertrauen.
  • Referenzen des vorherigen Vermieters: Eine Bestätigung Ihres früheren Vermieters, dass Sie Ihre Miete stets pünktlich bezahlt haben und die Wohnung gut gepflegt haben, ist ein starkes Argument.
  • Privathaftpflichtversicherung: Der Nachweis, dass Sie bereits über eine Haftpflichtversicherung für den Haushalt verfügen, zeigt, dass Sie ein verantwortungsvoller Mieter sind.


Wohnungsdossier: Ausschlusskriterien, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Bestimmte Details können dazu führen, dass Ihre Bewerbung sofort aussortiert wird:

  • Abgelaufene Dokumente: Ein Betreibungsregisterauszug, der älter als vier Monate ist, ist der häufigste Grund für eine sofortige Ablehnung.
  • Mangelnde Transparenz: Wenn Sie Ihr Einkommen falsch angeben oder ein Haustier verschweigen (falls das Formular danach fragt), kann dies zu einer späteren Kündigung des Mietvertrags oder einer sofortigen Ablehnung führen.
  • Unleserliche Unterlagen: Fotos von Dokumenten, die mit dem Handy in dunklen Räumen aufgenommen wurden oder abgeschnittene Ränder haben, vermitteln einen unordentlichen Eindruck. Verwenden Sie daher Scan-Apps, um klare Dokumente zu erstellen.
  • Fehlende Unterschrift: Achten Sie darauf, dass alle Formulare und Bürgschaftserklärungen handschriftlich oder mit einer zertifizierten elektronischen Signatur unterschrieben sind.


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FAQ: Das Bewerbungsdossier für eine Mietwohnung richtig vorbereiten

Muss man unbedingt das Dreifache der Miete verdienen?

Rein rechtlich nein, es gibt kein Gesetz, das dies vorschreibt. In der Praxis wenden jedoch die meisten Immobilienverwaltungen diese Regel an, um die Zahlungsfähigkeit potenzieller Mieter sicherzustellen. Wenn Ihr Einkommen darunter liegt, ist es sehr empfehlenswert, direkt einen solventen Bürgen mit Wohnsitz in der Schweiz vorzulegen.


Wie erhält man schnell einen Betreibungsregisterauszug?

Sie können ihn auf zwei Arten erhalten:

  • Am Schalter: Gehen Sie zum Betreibungsamt Ihres Bezirks mit einem Ausweis.
    Kosten: etwa 17 CHF, Ausstellung sofort.
  • Online: Über das offizielle Portal der Verwaltung oder Dienste wie EasyGov.
    Der Versand per Post dauert in der Regel 2 bis 3 Werktage.


Kann ich eine Wohnung beantragen, ohne eine Aufenthaltsbewilligung zu haben?

Wenn Sie gerade erst in der Schweiz angekommen sind (z. B. mit einem neuen Arbeitsvertrag), können Sie sich mit Ihrem unterzeichneten Arbeitsvertrag bewerben. Die Verwaltung kann zusätzlich eine Bestätigung Ihres zukünftigen Arbeitgebers oder einen Nachweis verlangen, dass der Antrag auf eine Aufenthaltsbewilligung (L oder B) beim kantonalen Migrationsamt bereits gestellt wurde.


Was ist eine Mietkaution und wie wird sie eingerichtet?

Die Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung (meist drei Monatsmieten) für den Vermieter. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Bankdepotkonto: Ihr Geld wird auf einem gesperrten Sparkonto hinterlegt.
  • Mietkautionsversicherung: Sie zahlen eine jährliche Prämie (z. B. bei SwissCaution), die für Sie bürgt. Diese Option ist ideal, wenn Sie Ihr Kapital nicht blockieren möchten.